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Verein zur Förderung
kultureller und pädagogischer Praxis an Schulen
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ERINNERN UND GEDENKEN AN DEN HOLOCAUST
HGT  


- Filmvorführung
- Wanderausstellung

- Zettelkastenprojekt Gedenkstätte Marburger Synagoge



FILMVORFÜHRUNG
Bis 2014 zeigte SchulKultur in Kooperation mit dem Cineplex Marburg jedes Jahr anlässlich des Holocaust-Gedenktags am 27. Januar einen ausgewählten Film zum Thema für Schüler/innen ab der Jahrgangsstufe 8. Ab 2015 können interessierte Schulen Filme und Termine direkt mit dem Cineplex vereinbaren.


WANDERAUSSTELLUNG
"Erinnern und Gedenken aus Sicht der Urenkelgeneration"
Eine Ausstellung von Schülerarbeiten aus Schulen der Stadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf zu den Opfern des Holocausts

Zwischen 2011 und 2013 stand die Wanderausstellung mit Schülerarbeiten zum Thema Nationalsozialismus/ Holocaust für Schulen zur Verfügung. Erstmalig gezeigt wurde sie anlässlich des Holocaust-Gedenktages 2011 im Hessischen Staatsarchiv Marburg.

Entstehung und Zielsetzung :
Auf Anregung des Magistrats der Universitätsstadt Marburg sollte dem Holocaust-Gedenktag in Marburg mehr Beachtung geschenkt werden. Es geht dabei vor allem darum, das Gedenken an die Opfer des Holocaust auch in den kommenden Generationen wach zu halten. Vor dem Hintergrund, dass das Ende des Holocaust nunmehr mehr bald 70 Jahre zurück liegt, und dass Zeitzeuginnen und Zeitzeugen für die Erinnerungsarbeit nunmehr kaum zur Verfügung stehen, vergrößert sich die Distanz der nachwachsenden Generationen zum Holocaust immer mehr. Auch die zunehmende Integration von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund stellt die Erinnerungs- und Gedenkarbeit vor neue Herausforderungen.

Im Fokus dieses mehrjährig angelegten Projektes standen die Herangehensweisen von Schülerinnen und Schülern, ihre Motivation, sich mit dem Thema zu beschäftigen und die Erfahrungen, die sie bei der Beschäftigung damit gemacht haben - sowohl mit ihrem sozialen Umfeld, als auch mit sich selbst.Dies barg die Chance, die Auseinandersetzung mit dem Holocaust, dem Gedenken und Erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus, bei Jugendlichen wach zu halten und beständig weiter zu arbeiten.Die Initiative sollte dazu genutzt werden, die vielfältigen Aktivitäten mit Bezügen zum Holocaust an den Schulen der Stadt Marburg und des Landkreises Marburg-Biedenkopf zu fördern, zu unterstützen und auch neue Projekte anzuregen.

Mit der Projektdurchführung betraut war SchulKultur Marburg-Biedenkopf – Verein zur Förderung kultureller und pädagogischer Praxis an Schulen e.V.

Kooperationspartner waren
die Stadt Marburg, die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Marburg/Lahn e.V., die Geschichtswerkstatt Marburg e.V., die Jüdische Gemeinde Marburg, die Arbeitsstelle Archivpädagogik am Hessischen Staatsarchiv Marburg.

Die Ausstellung zeigte Ausschnitte aus folgenden Schulprojekten und Schülerarbeiten:

Gymnasium Philippinum Marburg:
Collagen von Lea Meisinger

Berichte und Auseinandersetzungen
zu einer Studienfahrt zur Gedenkstätte Auschwitz,
einer Exkursion zum ehemaligen Gefangenenlager Stalag IX in Ziegenhain-Trutzhain
Verlegung von „Stolpersteinen“ in Marburg

Elisabethschule Marburg:
Verlegung von „Stolpersteinen“ einer 10. Klasse

Gesamtschule Ebsdorfergrund:
Auschnitte der Ausstellung „Sinti-Kinder in Dreihausen“

Theodor-Heuss-Schule Marburg:
Berichte von den Fahrten zur Gedenkstätte Buchenwald der 10. Jahrgänge

Lahntalschule Biedenkopf:
Plakate zum Thema „Widerstand im Nationalsozialismus“ aus dem Geschichtsunterricht einer 9. Klasse

Gesamtschule Niederwalgern:
Eindrücke vom Projekttag in der Landsynagoge Weimar-Roth einer 8. Klasse

 

ZETTELKASTENPROJEKT
mit Texten von Schülerinnen der Elisabethschule Marburg
im Garten des Gedenkens bei der Gedenkstätte der ehemaligen Synagoge in Marburg


SchulKultur wurde vom Fachdienst Kultur der Stadt Marburg beauftragt, das Zettelkasten-Projekt 2013 zu betreuen. In diesem Jahr waren Jugendliche aufgefordert, die Zettelkästen im Garten des Gedenkens für ein Jahr bis zum 9. November 2014 mit neuen Texten zu bestücken.

Im August 2013 gründete sich eine Schülerinnengruppe der 11. und 13. Jahrgangsstufen der Elisabethschule Marburg für dieses Projekt.Bei mehreren gemeinsamen Treffen vor Ort bekam die AG Informationen insbesondere zum jüdischen Leben in Marburg. Zwischen den Treffen tauschten sich die Schülerinnen untereinander aus, sammelten ihre Eindrücke, machten Interviews mit Mitschüler/innen, Verwandten, Freund/innen und arbeiteten an ihren Zettelkasten-Texten. Im August 2013 begann das Projekt mit dem Besuch des Gartens des Gedenkens und einer Einführung durch die Künstler Oliver Gather und Christian Ahlborn. Im September fand in der Innenstadt von Marburg ein "Stolperstein-Spaziergang" statt. In den letzten Jahren wurden - auch im Rahmen schulischer Projekte - zahlreiche „Stolpersteine“ vor den Häusern bzw. Wohnungen von durch Nationalsozialisten ermordeten jüdischen Bürger/innen in Zusammenarbeit mit dem Initiator Gunter Demnig in das Pflaster eingelassen. Anschließend traf sich die AG mit Frau Dr. Rumpf-Lehmann zu einer Führung über den jüdischen Friedhof am alten Kirchhainer Weg. Bis Anfang November 2013 wurden schließlich bei mehreren Treffen die Texte für die zehn Zettelkästen ausgewählt. Die Präsentation fand durch eine Schülerin der Projektgruppe bei der öffentlichen Gedenkveranstaltung der Stadt Marburg am 10. November statt.

SchulKultur übernahm im Rahmen dieses Projekts die Koordination der Zusammenarbeit der Projektgruppe mit den Künstlern und dem Fachdienst Kultur. Die Projektarbeit wurde dokumentiert (Text und Fotos) und für die web-site www.garten-des-gedenkens.de aufgearbeitet. Die Finanzverwaltung lief über den Verein und die Bestückung wie Pflege der Zettelkästen in der Gedenkstätte.
Auch 2014/ 2015 war SchulKultur aktiv beteiligt an der Neu-Bestückung der Zettelkästen durch die Jüdische Gemeinde Marburg.